Wellness im Bad
Sauna und Infrarotkabine: geplant, angeschlossen, eingebaut
Wärme im eigenen Haus – als klassische Sauna mit Aufguss oder als milde Infrarotkabine, die sofort einsatzbereit ist. Beides ist kein Möbelstück, das man aufstellt: Strom, Luft, Untergrund und im Bad die Abdichtung müssen stimmen. Wir planen diese Punkte zusammen mit Ihrem Bad oder Kellerraum und begleiten den Aufbau bis zur ersten Inbetriebnahme.

Leistung
Was wir übernehmen
Wir haben in den letzten Jahren mehrere Saunen umgesetzt – als Teil einer Badsanierung, im Hauswirtschaftsraum und im ausgebauten Keller. Die Kabine selbst kommt vom Hersteller; das, was darüber entscheidet, ob sie funktioniert, kommt von uns und unseren Partnern.
- Aufmaß und Prüfung des Raums: Höhe, Grundriss, Untergrund, Türanschlag
- Abstimmung des Elektroanschlusses für Ofen und Steuerung mit der Elektrofachkraft
- Zu- und Abluft in der Kabine und Feuchteabfuhr im umgebenden Raum
- Bodenaufbau, Abdichtung und Fliesenraster, wenn die Sauna im Bad steht
- Koordination von Kabinenhersteller, Elektro und Fliesenleger im Zeitplan
- Übergabe mit erster Aufheizphase und Einweisung in die Steuerung
Ehrlich vorab
Nicht jeder Raum eignet sich. Zu niedrige Decken, fehlende Zuleitung, ein Untergrund ohne Tragfähigkeit oder ein Raum ohne jede Lüftungsmöglichkeit sind Gründe, von einem Einbau abzuraten oder erst die Voraussetzungen zu schaffen.
Wir sagen das vor der Planung – nicht, wenn die Kabine schon bestellt ist. Bei der Aufnahme vor Ort sehen wir uns Raumhöhe, Zuleitung, Lüftung und Untergrund gemeinsam an.
Zwei Wege
Sauna oder Infrarotkabine?
Die Frage kommt in fast jedem Gespräch. Sie entscheidet über Platzbedarf, Anschluss und darüber, wie die Wärme im Alltag genutzt wird.
Die Sauna heizt den Raum auf 80 bis 95 °C. Die Wärme kommt über heiße Luft, der Aufguss bringt kurzzeitig Feuchtigkeit dazu. Dafür braucht sie Vorheizzeit, in der Regel einen Starkstromanschluss und eine Kabine ab etwa zwei Quadratmetern. Wer das Ritual mit Aufguss, Abkühlen und Ruhephase sucht, will die Sauna – etwas anderes fühlt sich nicht gleich an.
Die Infrarotkabine geht einen anderen Weg: Strahler geben Wärme direkt an den Körper ab, die Luft bleibt bei 35 bis 50 °C. Sie ist nach wenigen Minuten nutzbar, braucht keine Aufheizphase, kommt häufig mit einem separat abgesicherten Stromkreis aus und passt schon in eine Nische von rund einem Quadratmeter. Für regelmäßige, kurze Anwendungen nach Feierabend ist sie die praktischere Lösung.
Kombikabinen verbinden beides: ein Saunaofen für den klassischen Gang, zusätzliche Infrarotstrahler für den schnellen Einsatz zwischendurch. Der Kompromiss liegt im Detail – die Kabine muss für beide Betriebsarten ausgelegt sein und braucht den Anschluss der stärkeren Variante.

Infrarotkabine mit Glasfront: Die Strahler sitzen in Rücken- und Wadenhöhe, die Kabine steht frei auf dem fertigen Boden. Beispielhafte Darstellung einer typischen Ausführung.
- Infrarot-DuschpaneelStrahlungswärme in der Dusche
Wärme direkt auf die Haut, Raumluft bleibt kühl · 5–15 Minuten · kein zusätzlicher Platz
- Infrarotkabineca. 35–50 °C Raumtemperatur
milde Tiefenwärme, sofort nutzbar · 20–35 Minuten · ab etwa 1 m² Stellfläche
- Saunaca. 80–95 °C Raumtemperatur
heiße Luft, Aufguss, Aufheizzeit vorab · 3 × 8–15 Minuten mit Pausen · ab etwa 2 m² Stellfläche
Die Balken zeigen die Größenordnung der Wärmebelastung für den Körper – von der kurzen Strahlungswärme beim Duschen bis zum klassischen Saunagang. Angaben sind Richtwerte zur Orientierung.
Die dritte, kleinste Stufe ist das Infrarot-Duschpaneel in der Duschwand – Wärme ohne eigene Kabine. Mehr zur Sunshower
Wirkung
Was das für den Körper bedeutet
Warum Menschen eine Sauna oder Infrarotkabine einbauen lassen – nüchtern beschrieben, ohne Versprechen.
Wärme und Entspannung. Wärme wird als angenehm empfunden, Muskulatur lockert sich, die Anspannung des Tages fällt ab. Genau das ist für die meisten der Hauptgrund – und er ist ausreichend.
Nach Sport und Gartenarbeit. Ein Wärmegang nach körperlicher Belastung gehört für viele zur Regeneration dazu. Die Infrarotkabine ist dafür besonders alltagstauglich, weil sie ohne Vorlauf funktioniert.
Ritual und Abschalten. Der eigentliche Wert liegt oft in der festen Zeit ohne Telefon, Termine und Bildschirm. Wer zu Hause saunieren kann, tut es häufiger als jemand, der dafür losfahren muss.
Im Winter spürbar. In der dunklen Jahreszeit ist die Kabine der Raum im Haus, in dem es warm, hell und still ist – das ist ein Grund, warum die meisten Anfragen zwischen Oktober und Februar kommen.
Was wir nicht versprechen
Sauna und Infrarotkabine sind Wohlfühl- und Komfortanwendungen. Wir machen daraus keine medizinischen Aussagen und keine Heilversprechen – dafür gibt es Ärzte und keine Handwerksbetriebe.
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, akuten Entzündungen, Fieber, in der Schwangerschaft oder bei eingeschränktem Wärmeempfinden sollte die Nutzung vorher ärztlich abgeklärt werden. Für Kinder und ältere Menschen gelten kürzere Anwendungszeiten.
Unser Teil ist die Technik: der richtige Raum, ein sauberer Anschluss, funktionierende Lüftung und eine Kabine, die dauerhaft dicht und trocken bleibt.
Standorte
Wo eine Sauna möglich ist
Vier typische Situationen – mit den Punkten, die jeweils vorher geklärt sein müssen.
Im Bad
Der kurze Weg zwischen Sauna und Dusche ist der Hauptgrund. Voraussetzung: genug Grundfläche, eine Verbundabdichtung unter den Fliesen und eine Lüftung, die die Feuchte danach wieder abführt.
Im Keller
Oft der einfachste Ort – Platz und Zuleitung sind meist vorhanden. Kritisch sind Raumhöhe, Restfeuchte im Mauerwerk und eine Abkühlmöglichkeit mit frischer Luft.
Im Dachgeschoss
Möglich, wenn die Kabine unter die Schräge passt und die Decke die Höhe hergibt. Statik und Dämmebene sehen wir uns vorher an, ebenso die Führung der Abluft.
Hauswirtschaftsraum
Häufig unterschätzt: Anschlüsse und ein robuster Bodenbelag sind meist schon da. Zu klären sind Abstand zu anderen Geräten und der Weg zur Dusche.
Scheitert die Sauna an Raumhöhe, Zuleitung oder Lüftung, ist die Infrarotkabine oft trotzdem möglich: geringere Leistung, kein Aufguss, weniger Feuchtigkeit und eine kleinere Stellfläche. Auch ein Schlafzimmer, ein Ankleideraum oder eine Nische im Flur kommt dafür infrage – vorausgesetzt, Boden, Höhe und Absicherung passen.
Technik
Kurz erklärt
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Raum, von der gewünschten Nutzung und vom vorhandenen Anschluss ab. Die Angaben unten sind Größenordnungen für die erste Orientierung – festgelegt wird alles bei der Planung.
Ofentypen. Der klassische Elektroofen für den trockenen finnischen Aufguss ist der Standard. Kombiöfen mit Verdampfer erlauben zusätzlich milde Feuchtwärme bei niedrigeren Temperaturen. Infrarotstrahler lassen sich in vielen Kabinen ergänzen, wenn kurze, sanfte Anwendungen gewünscht sind.
Leistung. Als grobe Regel gilt rund 1 kW Ofenleistung je Kubikmeter Kabinenvolumen, bei kalten Außenwänden oder Glasflächen entsprechend mehr. Eine kleine Zweipersonenkabine liegt damit häufig bei 3,5 bis 4,5 kW, größere Kabinen bei 6 bis 9 kW.
Infrarot-Technik. Bei Kabinen unterscheidet man vor allem Flächenstrahler, die eine große, gleichmäßig warme Fläche im Rücken erzeugen, und Vollspektrum- bzw. Tiefenstrahler, die punktueller und intensiver arbeiten. Typische Kabinen für zwei Personen liegen bei etwa 1,5 bis 2,5 kW. Wichtig sind ein separat abgesicherter Stromkreis, ein ebener und tragfähiger Untergrund sowie ausreichend Deckenhöhe – Kabinen bauen meist rund 190 bis 200 cm hoch.
Kabine. Elementkabinen sind schnell aufgebaut und gut gedämmt, Massivholzkabinen wirken wertiger und speichern mehr. Maßanfertigungen lohnen sich, wenn Nischen, Schrägen oder ungewöhnliche Grundrisse ausgenutzt werden sollen.
Steuerung. Von der einfachen Uhr am Ofen bis zur Steuerung außerhalb der Kabine mit Vorheizzeit und App-Anbindung. Wichtig ist vor allem die Position des Fühlers und eine sichere Abschaltung.

Aus der Praxis
Eine unserer umgesetzten Kabinen
Kabine mit Glastür im angrenzenden Flurbereich, zwei Bankebenen über Eck und Ofen mit Schutzabstand zur Verkleidung.

Steuerung außen an der Front, Lüftungsgitter im Sockel: Zuluft unten, Abluft auf der gegenüberliegenden Seite.

Zwei Ebenen über Eck nutzen den Grundriss aus – oben sitzen, unten liegen oder die Füße abstellen.

Sichtbare Schraubverbindungen liegen unter der Sitzfläche, damit nichts heiß am Körper anliegt.
Ablauf
Wie wir vorgehen
1. Aufnahme vor Ort
Raum, Höhe, Untergrund, vorhandene Zuleitung und Lüftungsmöglichkeit. Danach steht fest, ob und in welcher Größe eine Sauna sinnvoll ist.
2. Planung
Kabinenmaß, Ofenleistung, Position von Tür, Bank und Steuerung, Elektroleitung und – im Bad – Abdichtung und Fliesenraster.
3. Aufbau und Übergabe
Vorbereitung, Kabinenaufbau, Anschluss durch die Elektrofachkraft, erste Aufheizphase und Einweisung in Steuerung und Pflege.
Steht ohnehin eine Badsanierung an, ist das der günstigste Zeitpunkt: Leitungen, Abdichtung und Fliesen werden dann einmal gemacht. Zur Badmodernisierung
Aus einer Hand
Warum das zu einem SHK-Betrieb gehört
Eine Kabine liefert der Hersteller. Alles, was sie zum Funktionieren braucht, kommt aus den Gewerken, in denen wir täglich arbeiten.
Bad und Wasser
Dusche in Reichweite, Abdichtung im Verbund, Ablauf und Fliesenraster: Wir denken die Kabine von Anfang an in die Badplanung hinein.
Bad & SanitärWärme und Luft
Heizung, Lüftung und Feuchteabfuhr im umgebenden Raum entscheiden darüber, ob die Sauna langfristig Freude macht – das ist unser Kerngeschäft.
BadmodernisierungSpäter erreichbar
Steuerung, Fühler, Türdichtung und Ofensteine prüfen wir auf Wunsch beim regulären Kundendiensttermin mit.
Kundendienst & WartungHäufige Fragen
- Die Sauna heizt den Raum auf 80 bis 95 °C auf; die Wärme kommt über heiße Luft und den Aufguss. Sie braucht Vorheizzeit, meist einen Starkstromanschluss und mehr Platz. Die Infrarotkabine arbeitet mit 35 bis 50 °C: Strahler wärmen den Körper direkt, die Kabine ist sofort nutzbar, kommt oft mit einem normalen abgesicherten Stromkreis aus und passt in deutlich kleinere Räume. Wer das klassische Schwitzritual sucht, nimmt die Sauna; wer regelmäßig kurze Wärmeanwendungen möchte, ist mit Infrarot meist besser bedient.
- Typische Kabinen für zwei Personen liegen bei etwa 1,5 bis 2,5 kW Anschlussleistung, und die Strahler laufen nicht durchgehend. Eine Anwendung von rund 30 Minuten bewegt sich damit in der Größenordnung von unter einer Kilowattstunde. Eine Sauna liegt durch Aufheizphase und höhere Ofenleistung deutlich darüber. Die genauen Werte hängen vom Gerät ab.
- Häufig ja, weil viele Kabinen frei aufgestellt und an eine ausreichend abgesicherte Steckdose oder einen separaten Stromkreis angeschlossen werden – ohne Eingriff in die Bausubstanz. Zu prüfen sind Stellfläche, Deckenhöhe, Tragfähigkeit des Bodens und die vorhandene Absicherung. Bei größeren Geräten oder festem Einbau ist die Zustimmung des Vermieters nötig.
- In der Regel ja. Kleine Kabinen mit Ofen bis etwa 3,5 kW lassen sich teilweise über einen separat abgesicherten Wechselstromkreis betreiben, größere Öfen brauchen einen Starkstromanschluss mit eigener Zuleitung und Absicherung. Die Zuleitung wird von einer Elektrofachkraft ausgeführt – wir stimmen Position, Leistung und Zeitpunkt mit ab, damit die Leitung vor dem Aufbau liegt.
- Eine Sauna braucht Zuluft in Bodennähe und Abluft auf der gegenüberliegenden Seite, damit die Luft in der Kabine zirkuliert. Genauso wichtig ist der Raum drumherum: Nach dem Saunieren muss die Feuchtigkeit abgeführt werden – über ein Fenster, eine vorhandene Lüftungsanlage oder einen Abluftventilator. Ohne diesen zweiten Punkt bekommt man später Probleme mit Feuchte an Wänden und Holz.
- Steht die Kabine im Bad, gelten dieselben Regeln wie für den übrigen Nassbereich: Verbundabdichtung unter den Fliesen, Dichtbänder an Ecken und Anschlüssen, Gefälle zum Ablauf, falls einer vorhanden ist. Der Kabinenboden selbst bleibt trocken begehbar. Wir planen Abdichtung, Fliesenraster und Kabinenmaß gemeinsam, damit die Kabine später sauber auf der Fläche steht.
- Der reine Kabinenaufbau dauert je nach Größe und System meist ein bis zwei Tage. Entscheidend ist die Vorbereitung: Elektro, Lüftung, Untergrund und – im Bad – Abdichtung und Fliesen. Läuft die Sauna im Rahmen einer Badsanierung mit, verschwindet dieser Teil im Gesamtablauf.
- Bänke und Rückenlehnen werden regelmäßig gereinigt und bei Bedarf mit einem geeigneten Bank- oder Holzschutzöl behandelt. Der Ofen bekommt neue Steine, wenn sie zerfallen. Steuerung, Fühler und Türdichtung prüfen wir auf Wunsch im Rahmen unserer Kundendiensttermine mit.
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