Wellness im Bad
Sunshower: Infrarot und Licht in der Duschwand
Wärme und Licht direkt beim Duschen – ohne Aufheizzeit, ohne zusätzliche Fläche im Bad. Ein flaches Paneel in der Duschwand macht aus der täglichen Dusche ein paar Minuten Wellness. Wir planen Einbau, Elektro und Fliesenraster zusammen, damit am Ende nichts aufgesetzt wirkt.

Grundlagen
Was eine Sunshower ist
Eine Sunshower ist ein schmales, flaches Paneel, das bündig in der Duschwand sitzt. Es gibt Infrarotwärme ab und – je nach Modell – zusätzlich Licht: warmes Weiß, wechselndes Farblicht oder UV-Anteile. Genutzt wird es während oder direkt nach dem Duschen: die Wärme trifft direkt auf den Körper, statt erst den ganzen Raum aufzuheizen.
Technisch ist es damit näher an einer Infrarotkabine als an einer Heizung. Es ersetzt keinen Heizkörper und keine Fußbodenheizung, sondern ergänzt das Bad um eine Funktion, die vorher nur größere Wellness-Anlagen hatten.
Wofür Kunden sie einbauen lassen
- · schnelle, gezielte Wärme beim Duschen und beim Abtrocknen
- · angenehmes Duschen in kühlen Bädern, ohne den Raum hochzuheizen
- · Entspannung für Schultern, Nacken und Rücken nach der Arbeit
- · Licht als Stimmungsfaktor, besonders in fensterlosen Bädern
- · ein Ausstattungsdetail, das ein saniertes Bad spürbar aufwertet
Varianten
Welche Ausführungen es gibt
Die Modelle unterscheiden sich vor allem in dem, was sie abgeben – und darin, ob sie in der Wand oder auf der Wand sitzen.
Nur Infrarot
Die schlichteste Variante: Wärmestrahlung während des Duschens. Kompakt, unauffällig und die günstigste Einstiegsstufe.
Infrarot mit Licht
Zusätzlich zur Wärme ein Lichtfeld – als warmes Tageslicht oder als Farblicht, das langsam wechselt. Das ist die Variante, die in unserer Referenz verbaut wurde.
Unterputz oder Aufputz
Unterputz sitzt bündig in der Fliesenfläche und wirkt ruhiger, braucht aber Einbautiefe. Aufputz baut wenige Zentimeter auf und lässt sich auch bei Teilsanierungen umsetzen.
Modelle mit UV-Anteil werden ebenfalls angeboten. Sie sind eine bewusste Entscheidung mit Nutzungsgrenzen – wir besprechen das im Beratungsgespräch offen, statt es als Standard zu verkaufen.
Wirkung
Was die Wärme im Körper macht
Infrarot heizt nicht die Luft auf, sondern trifft direkt auf die Haut. Das ist der Unterschied, den man beim ersten Duschen sofort merkt.
Wärme dort, wo sie ankommt. Die Strahlung wird von Haut und oberflächennahem Gewebe aufgenommen. Der Körper wärmt sich von außen nach innen, ohne dass der Raum vorher aufgeheizt werden muss. Deshalb wirkt das Paneel schon nach wenigen Minuten.
Muskeln und Nacken. Viele Kunden nutzen das Paneel nach der Arbeit oder nach dem Sport – Wärme wird als angenehm empfunden, verspannte Schultern lockern sich, der Rücken wird warm, statt in der kühlen Dusche zu verkrampfen.
Kein Auskühlen. Der unangenehmste Moment im Bad ist meist der nach dem Duschen. Läuft das Paneel weiter, bleibt es beim Abtrocknen warm – gerade in Bädern, die morgens noch nicht durchgeheizt sind.
Licht als zweiter Faktor. Helles, tageslichtähnliches Licht tut in fensterlosen Bädern gut, warmes oder langsam wechselndes Farblicht am Abend eher das Gegenteil: herunterkommen statt wach werden. Beides lässt sich mit demselben Gerät abbilden.
Ehrlich eingeordnet
Ein Duschpaneel ist ein Komfort- und Wohlfühlprodukt. Es ersetzt keine Behandlung und wir versprechen damit keine Heilwirkung – seriös lässt sich sagen: Wärme wird als wohltuend empfunden, und genau dafür wird das Gerät gekauft.
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten Entzündungen, in der Schwangerschaft, bei eingeschränktem Wärmeempfinden oder bei Implantaten gehört die Frage „darf ich das?" in ärztliche Hände. Für Modelle mit UV-Anteil gelten zusätzlich die Anwendungsgrenzen des Herstellers.
Was wir zusagen können, ist die Technik dahinter: Anschluss, Einbau, Abdichtung und ein Bad, in dem das Gerät sauber sitzt.
Im Alltag
Vier Situationen, in denen das Paneel Sinn ergibt
Nicht jeder braucht dasselbe – die meisten unserer Kunden nutzen es für einen dieser Fälle.
Morgens wach werden
Helles Licht und Wärme in einem kühlen Bad, bevor die Heizung überhaupt hochgefahren ist.
Nach Arbeit oder Sport
Zehn Minuten Wärme auf Schultern und Rücken, direkt beim Duschen – ohne extra Raum und ohne Vorheizen.
Abends herunterkommen
Gedimmtes Farblicht statt greller Deckenbeleuchtung – die kleine Wellness-Version am Ende des Tages.
Winter im Familienbad
Kinder frieren nach dem Duschen am schnellsten. Warme Strahlung beim Abtrocknen nimmt genau das raus.
Einordnung
Duschpaneel, Infrarotkabine oder Sauna?
Alle drei arbeiten mit Wärme, meinen aber unterschiedliche Dinge – vom kurzen Wärmeimpuls bis zum Saunagang mit Ritual.
Das Duschpaneel ist die Variante mit dem geringsten Aufwand: kein zusätzlicher Platz, keine Aufheizzeit, kein eigener Raum. Wer länger und intensiver Wärme nutzen möchte, landet bei einer Infrarotkabine oder einer klassischen Sauna. Beides planen wir ebenfalls – oft im selben Projekt.
- Infrarot-DuschpaneelStrahlungswärme in der Dusche
Wärme direkt auf die Haut, Raumluft bleibt kühl · 5–15 Minuten · kein zusätzlicher Platz
- Infrarotkabineca. 35–50 °C Raumtemperatur
milde Tiefenwärme, sofort nutzbar · 20–35 Minuten · ab etwa 1 m² Stellfläche
- Saunaca. 80–95 °C Raumtemperatur
heiße Luft, Aufguss, Aufheizzeit vorab · 3 × 8–15 Minuten mit Pausen · ab etwa 2 m² Stellfläche
Die Balken zeigen die Größenordnung der Wärmebelastung für den Körper – von der kurzen Strahlungswärme beim Duschen bis zum klassischen Saunagang. Angaben sind Richtwerte zur Orientierung.
Einsatzorte
Wo sich das einbauen lässt
- Neubau – Anschluss von Anfang an mitgeplant
- Komplettsanierung eines Bades, der ideale Zeitpunkt
- gefliese Duschwände mit ausreichender Wandstärke
- Vorwandinstallationen aus Porenbeton oder Ständerwerk
- Trockenbauwände im Dachgeschoss
- Teilsanierungen – dann in der Regel als Aufputz-Variante
Technische Voraussetzungen
- · eigener Stromanschluss in der Duschwand, vor dem Fliesen gesetzt
- · ausreichende Einbautiefe der Wand oder Vorwand
- · Einhaltung der Schutzbereiche im Bad nach den Elektrovorgaben
- · Abdichtung im Verbund rund um den Wandausschnitt
- · Abstimmung mit Fliesenraster, Nischen und Armaturposition
Die Elektroarbeiten übernimmt ein Fachbetrieb – wir koordinieren die Gewerke, damit Ausschnitt, Anschluss und Fliesenbild zusammenpassen.
Aus der Praxis
So sieht das im fertigen Bad aus
In diesem Dachgeschossbad wurde die Sunshower schon im Rohbau eingeplant: Wandausschnitt und Elektrodose standen fest, bevor die erste Fliese lag.


Ablauf
Wie wir vorgehen
1. Beratung
Wir klären, ob Wandaufbau, Duschmaß und Stromversorgung passen – und welche Variante zu Ihrem Bad und Ihrem Budget passt.
2. Planung
Position, Einbauhöhe, Fliesenraster und Elektroanschluss werden vor Baubeginn festgelegt und mit den beteiligten Gewerken abgestimmt.
3. Einbau
Ausschnitt, Abdichtung, Fliesenarbeiten und Montage laufen im Zuge der Badsanierung – ohne zweite Baustelle im Nachgang.
Unser Rat: Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, entscheiden Sie sich vor dem Fliesen. Nachrüsten ist möglich, kostet aber deutlich mehr Aufwand als der Einbau während einer ohnehin geplanten Sanierung. Das gilt genauso für eine Sauna, wenn im Bad oder im Nebenraum Platz dafür ist.
Aus einer Hand
Warum das bei einem SHK-Betrieb liegt
Ein Duschpaneel ist kein Zubehör, das man dazulegt – es berührt Sanitär, Elektro, Abdichtung und Fliesen gleichzeitig.
Bad komplett
Von der Planung über Rohinstallation und Abdichtung bis zu Fliesen und Möbeln – ein Ansprechpartner, ein Zeitplan.
Bad & SanitärHeizung und Lüftung
Warmes Bad, funktionierende Feuchteabfuhr, passende Heizflächen: Wir sehen das Bad im Zusammenhang mit der Anlagentechnik im Haus.
BadmodernisierungDanach erreichbar
Wartung, Kundendienst und Nachbesserungen laufen über denselben Betrieb, der eingebaut hat – nicht über eine Hotline.
Kundendienst & WartungHäufige Fragen
- Je nach Modell und Ausstattung liegt die Anschlussleistung meist im Bereich weniger hundert Watt bis rund eineinhalb Kilowatt. Genutzt wird das Paneel nur für die Dauer des Duschens, also wenige Minuten. Die konkrete Leistung hängt vom gewählten Gerät ab und wird bei der Planung mit dem Elektroanschluss abgestimmt.
- Grundsätzlich ja – aber nur mit Eingriff in Wand und Fliesen, weil ein Stromanschluss in der Duschwand liegen muss. In einem bestehenden, gefliesten Bad bedeutet das Aufstemmen, neue Abdichtung und Fliesenarbeiten. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt die Badsanierung. Es gibt auch flachere Aufputz-Varianten, die weniger Vorbereitung brauchen.
- Die Paneele sind schmal und hoch und lassen sich auch in kleinen Duschen unterbringen. Entscheidend sind die freie Wandhöhe, die Einbautiefe der Vorwand und ein Abstand zu Armatur und Ablagenischen. Das legen wir gemeinsam mit dem Fliesenraster fest.
- Die Front ist glatt und lässt sich wie eine Glasfläche abziehen und feucht abwischen. Scheuermittel und aggressive Kalkreiniger gehören nicht darauf – die Vorgaben des Herstellers gelten.
- Üblich sind wenige Minuten – etwa die Zeit des Duschens und des Abtrocknens. Anders als in einer Kabine geht es nicht um langes Schwitzen, sondern um gezielte Wärme auf Schultern, Nacken und Rücken. Die genauen Angaben zur Anwendungsdauer stehen in der Anleitung des jeweiligen Geräts.
- Wärmeanwendungen sind nicht für jeden uneingeschränkt geeignet. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten Entzündungen, Fieber, in der Schwangerschaft, bei eingeschränktem Wärmeempfinden oder nach Operationen sollte vorher ärztlich abgeklärt werden, ob und wie die Anwendung sinnvoll ist. Für Modelle mit UV-Anteil gelten zusätzliche Vorgaben des Herstellers. Wir beraten zur Technik – die gesundheitliche Einschätzung gehört in ärztliche Hände.
- Ja, das ist sogar die typische Kombination: bodengleiche Duschfläche, Linien- oder Punktablauf, gefliese Nischen und das Paneel in der Seitenwand. Wichtig ist, dass Abdichtung, Elektroleitung und Fliesenraster vor Beginn der Arbeiten zusammengeplant werden.
Kontakt
Sprechen wir über Ihr Projekt
Wir prüfen zunächst, welche Lösung zu Ihrem Gebäude passt – persönlich, verständlich und ohne Verkaufsdruck.
Zuverlässig. Nachhaltig. Für Ihr Zuhause und die Zukunft.
